Radroute Kirchen und Klöster

Radroute Kirchen und Klöster

Die 72 km lange Themenroute Kirchen und Klöster erschließt 13 sehenswerte Kirchen und Klöster um das Steinhuder Meer und im Leinetal. Außerdem werden zwei jüdische Friedhöfe berührt.

 

Die Strecke im Überblick

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Kirchen und KlösterAuf der Radroute Kirchen und Klöster radeln Sie weitgehend abseits von Straßen durch die beeindruckende Naturlandschaft von Leine und Steinhuder Meer. Ausgangspunkte der Radroute sind die Bahnhöfe in Haste oder Schwarmstedt. Die Bahnhöfe Wunstorf und Neustadt liegen nahe der Strecke. So können Sie die Tour gut mit der Bahn erreichen. Ebenso ist es möglich, die Teilstrecken der Fahrradroute zwischen den Bahnhöfen zu befahren. Die Route ist mit dem Kirchensymbol auf den Routenplaketten gut sichtbar gekennzeichnet und verläuft auf ausgeschilderten Radstrecken. Als Extrarunde sind zwei lohnenswerte Abstecher zum Kloster Loccum (16 km einfacher Weg) oder zur Friedhofskapelle in Esperke (1,3 km einfacher Weg) möglich.

 

Routenverlauf

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Die Radroute beginnt am Bahnhof Haste Ausgang Scheller oder auf dem Bahnhofvorplatz in Schwarmstedt. Die Route ist durchgehend mit dem Kirchensymbol ausgeschildert. Nicht alle Kirchen liegen unmittelbar an der Fahrradroute. Folgen Sie der Kirchturmspitze oder der örtlich vorhandenen Ausschilderung. Die ausgeschilderte Radroute ist 72 km lang. Zwischen Idensen und Hagenburg sowie zwischen Steinhude und Wunstorf radeln Sie mit mäßiger Steigung über einen Hügel. Ansonsten ist die Strecke fast eben.
Der Abstecher Kloster Loccum zweigt zwischen Hagenburg und Steinhuder Meer ab. Folgen Sie dem ausgeschilderten Rundweg Steinhuder Meer mit dem Ziel Winzlar. In Winzlar verlassen Sie den Rundweg Steinhuder Meer. Die durchgehend vorhandenen Radwegweiser mit dem Ziel Loccum führen sie zum Kloster Loccum. In Bad Rehburg erwartet Sie eine starke, aber nur kurze Steigungsstrecke. Der Abstecher ist 16km lang (einfache Strecke).
Der Abstecher Kapelle Esperke führt über ein kurzes Stück Landstraße nach Esperke. Von Niedernstöcken kommend fahren Sie am Abzweig der Radoute Kirchen + Klöster weiter geradeaus auf der Landstraße bis Esperke. Von Schwarmstedt kommend fahren Sie dort, wo die Route Kirchen + Klöster auf die Landstraße trifft entgegen der Routenausschilderung nach links bis Esperke. In Esperke in die erste Straße rechts (Neustädter Straße). Nach 400m sehen Sie die Kapelle auf der rechten Seite. Der Abstecher ist 1,3 km lang (einfache Strecke).


Klicken Sie hier für die Route Teil 1 als PDF

 



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Die 13 Kirchen

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Sigwardskirche IdensenUm das Steinhuder Meer und im Leinetal gibt es sehenswerte Kirchen und Klöster, die zum Teil von überregionaler Bedeutung sind, so die Sigwardskirche ldensen. Um diese Orte für Radler erlebbar zu machen, haben die Städte Wunstorf und Neustadt am Rübenberge mit weiteren Kooperationspartnern die Themenroute Kirchen und Klöster ausgewiesen. Die Radroute verbindet 13 Kirchen und Klöster. Die meisten können auch von innen besichtigt werden. Außerdem werden zwei jüdische Friedhöfe berührt. Sie radeln weitgehend abseits von Straßen durch die beeindruckende Naturlandschaft von Leine und Steinhuder Meer. Die Strecke ist eben bis auf zwei kleine Hügel südlich des Steinhuder Meers. Die Route ist weitgehend befestigt, es gibt aber auch einige geschotterte Abschnitte. Ausgangspunkte der Radroute Kirchen und Klöster sind die Bahnhöfe in Haste oder Schwarmstedt. Die Bahnhöfe Wunstorf und Neustadt liegen nahe der Strecke. So können Sie die 72 km lange Tour gut mit der Bahn erreichen. Ebenso ist es möglich, Teilstrecken der Fahrradroute zwischen den Bahnhöfen zu befahren. Die Route führt auf ausgeschilderten Radstrecken und ist mit Routenplaketten mit Kirchensymbol gut sichtbar gekennzeichnet. Als Extrarunde sind zwei lohnenswerte Abstecher zum Kloster Loccum (16 km, einfacher Weg) oder zur Friedhofskapelle in Esperke (1,3 km, einfacher Weg) möglich.

 

1. Idensen Sigwardskirche

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Fotonachweis: BTE, 2017 Romanische Kirche mit sehenswerten alten Fresken
Die Sigwardskirche wurde zwischen 1129 bis 1134 im Auftrag des Bischofs Sigward von Minden erbaut. Damals begannen das Hochmittelalter und die Blütezeit von Rittertum, Lehnswesen und Minnegesang. Geweiht wurde die Kirche der heiligen Ursula von Köln und ihren elftausend Jungfrauen, denn das Bistum Minden gehörte zur Kirchenprovinz Köln. Der Legende nach wurde Ursulas Mann auf einer gemeinsamen Pilgerreise in Köln von den Hunnen getötete und weil Ursula die Liebe des Hunnenprinzen nicht erwiderte musste sie ebenfalls sterben. Aufgrund ihrer besonderen Architektur und der im Original erhaltenen romanischen Ausmalung gilt die Sigwardskirche als einer der bedeutendsten sakralen Kleinbauten der Romanik. In den Jahren 1930 bis 1934 wurde die Ausmalung erstmals wieder vollständig freigelegt. Seitdem werden kontinuierlich aufwendige Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten:

 

Idensen Sigwardskirche

Öffnungszeiten 

 

2. Hagenburg St. Nikolai

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Fotonachweis: Heiner KassackBedeutendes Baudenkmal der Neugotik
Die von 1869 bis 1871 erbaute St. Nikolaikirche in Hagenburg ist ein bedeutendes und original erhaltenes Baudenkmal der Neugotik. Geplant wurde sie von dem bekannten Architekten Conrad Wilhelm Hase, der als einer der bedeutendsten Vertreter der Neugotik in Niedersachsen gilt. Von ihm stammen auch der Bahnhof in Wunstorf und die Klosterkirche in Loccum sowie viele weitere Kirchen und repräsentative Bauten in Niedersachsen. Er hat sich auch um die Restaurierung der Kirche in Idensen verdient gemacht. Die Errichtung der eindrucksvollen Kirche in Hagenburg ist einerseits der angewachsenen Dorfbevölkerung sowie dem beginnenden Ausflugstourismus am Steinhuder Meer, andererseits dem Repräsentationswillen des Fürsten Adolf Schaumburg-Lippe und seiner Familie zu verdanken.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten:

Hagenburg St. Nikolai

 

3. Steinhude Petruskirche

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Clemensfranz, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org

Bruchsteinkirche eines ehemaligen Fischerdorfes
Am Rande des einstigen Fischerdorfes liegt die evangelisch-lutherische Petruskirche. Die Einwohner hatten wenig Geld und so konnten sie nur einen unverputzten Bau aus in der Umgebung zu findenden Bruchsteinen mit einfachen Rechteckfenstern errichten. Trotzt der Sparsamkeit bei der Materialwahl, wurde der Bau durch Geldmangel erschwert und zog sich über ein halbes Jahrhundert von 1804 bis 1854 hin. Das Kruzifix, die Johannesfigur hinter dem Taufstein und die Kanzelfiguren stammen aus der Hand des Bildhauers Ernst Weber, der 1952 nach Steinhude kam. Von der schlichten klassizistischen Ausstattung blieben nur Reste erhalten. Ältestes Ausstattungsstück in der Kirche ist der Opferstock aus dem Jahre 1614.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten:

Steinhude Petruskirche

 

4. Wunstorf Stiftskirche St. Cosmas und Damian

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Fotonachweis: Heiner Kassack

Bedeutende Kirche der Spätromanik
Bischof Dietrich von Minden gründete auf seinem Besitz Wunstorf ein 871 durch König Ludwig bestätigtes Kanonissenstift. Kanonissen oder Stiftsdamen waren Frauen, die aufgrund ihres Alters oder aus Geldmangel unverheiratet blieben und in einer vom Adel finanzierten christlichen Gemeinschaft zusammenlebten. Im 11. Jahrhundert kam ein sogenanntes Chorherrenstift für Männer dazu. 1010 wurde das Stift durch eine Brandkatastrophe zerstört und die Kirche musste neu gebaut werden. In den nachfolgenden Jahrhunderten gab es immer wieder bauliche Veränderungen: Neueinwölbung von Langhaus und Chorraum mit Hauptapsis (14. Jhdt.), Erneuerung des Westbaues (17. Jhdt.) etc. 1853 bis 1859 erfolgte eine grundlegende Restauration mit der Erneuerung des südlichen Seitenschiffes. Trotz der zahlreichen Umbauten zählt die Stiftskirche zu den bedeutendsten niedersächsischen Kirchenbauten der Spätromanik.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten:

Wunstorf Stiftskirche St. Cosmas und Damian

 

5. Wunstorf-Luthe

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Fotonachweis: BTE 2017

In 300 Jahren von der Kapelle zur Kirche gewachsen
Die Einwohner von Luthe gehörten bis 1639 zur Pfarrei von Wunstorf und hatten keine eigene Pfarrkirche. Die Orte wuchsen jedoch und so zwang der Platzmangel auf dem Wunstorfer Friedhof die Luther Bürger zur Errichtung einer eigenen Kapelle (1490 bis 1495) mit einem dazugehörigen Friedhof. Als Luthe schließlich eine eigene Pfarrstelle bekam wurde 1639 das Pfarrhaus neben der Kapelle gebaut. 1818 wurde auf dem Platz der ehemaligen Kapelle mitten im historischen Ortskern die große evangelische Kirche erbaut. Der Kirchturm stammt noch aus der Zeit von 1490/95 und blieb bis heute erhalten. Das 1783 abgebrannte Pfarrhaus wurde im gleichen Jahr als prachtvoller Fachwerkbau wieder aufgebaut, 1983 renoviert und dient heute als Gemeindehaus und Küsterwohnung.
Weitere Informationen:

Wunstorf-Luthe

 

6. Schloß Ricklingen Barockkirche

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Fotonachweis: Heiner Kassack, 2017

Üppige Prachtentfaltung als Symbol für Lebensfreude
Schon von außen lässt der relativ schlichte aber rundlich wirkende Bau der evange-lisch-lutherischen Kirche in Schloß Ricklingen etwas Besonderes ahnen. Betritt man das prachtvolle Innere der Kirche, ist unübersehbar, dass ihr Bau in die Zeit des Barock fällt. Der einschiffige Saalbau mit Tonnengewölbe wurde von 1692 bis 1694 auf Kosten des Amtmannes Johann Georg Voigt erbaut, der auch gleich noch die Errichtung von Schule und Pfarrhaus finanzierte. Der Hügel, auf dem die Kirche steht, ist eine Sanddüne. Dies führte zu statischen Problemen, die jedoch 1956 gelöst werden konnten. Der üppige Barockstil des Kircheninnern ist italienisch beeinflusst und hat als Besonderheit einen Kanzelaltar mit Altarorgel, der im protestantischen Kirchenbau nicht üblich war.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten:

Schloß Ricklingen Barockkirche

 

7. Bordenau St. Thomas

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Fotonachweis: Losch, commons.wikimedia.orgSchlichte Dorfkirche mit 300-jähriger Geschichte
Das einfache Gebäude der St.-Thomas-Kirche wurde 1717 in nur 8 Monaten errichtet. Die arme Landgemeinde hatte keine großen Möglichkeiten, die Kirche prächtig auszuschmücken. Beim Bau und bei den liturgischen Gegenständen im Innern haben Spender geholfen. So ist in der Ostwand das Doppelwappen des da-maligen Patronatsherrn Christof Friedrich von Campen und seiner Ehefrau Anna Catarina v. Morchausen eingelassen und die Krypta ist bis heute Beisetzungsstätte der Patronatsfamilie. Die beiden 40 cm hohen Messingleuchter, die den Altar schmücken, stiftete 1708 Pastor Bernhard Fredekind der Gemeinde. In das Pflaster des Kirchplatzes wurden 1992 die griechischen Anfangsbuchstaben von Jesus Christus Ch und R eingelassen. Er wird für den Weihnachtsmarkt und andere Feste genutzt. 2017 feierte die Gemeinde das 300-jährige Bestehen ihrer denkmalgeschützten Kirche.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten:

Bordenau St. Thomas 

 

8. Neustadt a. Rbge. Liebfrauenkirche

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Fotonachweis: Losch, commons.wikimedia.org

Die Kirche vereint viele Baustile
Die erste urkundliche Erwähnung einer Pfarrstelle in Neustadt a. Rbge. stammt von 1247. Die dazugehörige Liebfrauenkirche wurde als dreischiffige romanische Basilika zur Zeit der Grafen von Wölpe erbaut. 1502 erfolgte der Umbau im gotischen Stil. Der Bau strahlt auch heute noch eine behäbige Breite aus und der Umbau kann die romanischen Wurzeln der Kirche nicht ganz überdecken. In den Jahrhunderten wurde immer wieder an der Kirche gebaut, davon zeugt der Materialmix der Baustoffe. Der Kirchturm wurde im Dreißigjährigen Krieg teilweise zerstört. 1828 erhielt er seine heutige Gestalt. 1997 wurden bei der Restaurierung des Innenraums der Kirche bislang unbekannte Deckenbilder aus dem 17. Jahrhundert wiederentdeckt. Die Liebfrauenkirche ist auch Pilgerkirche und liegt an der Nebenstrecke des Pilgerweges Loccum-Volkenroda auf dem Weg zum Kloster Mariensee.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten:
 

Neustadt a. Rbge. Liebfrauenkirche

 

9. Basse Simon- und Judas Kirche

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Fotonachweis: Archiv Dorfkomitee Basse

Kirche mit besonderen Chorgemälden
Die Simon- und Judaskirche in Basse wurde im 11. Jahrhundert von den Grafen von Wölpe im romanischen Stil gebaut. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche stark zerstört und 1688 mit gotischen Elementen wieder aufgebaut. Aus der Zeit stammt auch der seitliche Anbau, das sogenannte „Brauthaus“. Hier wurde vor der kirchlichen Trauung die zivile Ehe geschlossen. Eine Besonderheit ist die Decke im Chor der Kirche. Die biblischen Darstellungen sind in der Grisailletechnik ausgeführt. Als Grisaille (von französisch gris ‚grau‘) bezeichnet man eine Malerei, die ausschließlich in Grau, Weiß und Schwarz ausgeführt ist, was den Gemälden eine besondere Wirkung verleiht. 1865 bekam die Kirche eine Orgel.
Weitere Informationen:

Basse Simon- und Judas Kirche

 

10. Mariensee Klosterkirche

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Kloster mit sehenswerten Gartenanlagen
Das Kloster Mariensee wurde um 1207 als Zisterzienserinnenkloster von Graf Bernhard II von Wölpe gegründet. Zisterzienserinnen lebten weltabgeschieden in Klausur, wodurch eine besonders starke Ausprägung von Mystik und Anbetung als eine religiöse Frauenbewegung des 13. Jahrhunderts entstand. Das Kloster war mit großem Landbesitz ausgestattet und die vom Kloster erzeugten landwirtschaftlichen Produkte wurden in Hannover verkauft. Die Einnahmen ermöglichten den Bau einer Saalkirche aus Backstein. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1543 nicht aufgelöst, sondern im evangelischen Sinne weiter geführt. Während des Dreißigjährigen Krieges und 1720 durch einen Großbrand wurde die Klosteranlage zerstört. Nur die Kirche blieb erhalten. König Georg II baute das Kloster als Vierflügelanlage im Stil des norddeutschen Barocks wieder auf und barockisierte die Innenausstattung der Kirche. Auch der typische Dachreiter der zisterziensischen Klöster wurde durch einen kleinen Glockenturm ersetzt. Das heutige Aussehen erhielt die Kirche 1867, durch eine Umgestaltung von einem Schüler des bekannten hannoverschen Baumeisters Conrad Wilhelm Hase.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten:

Mariensee Klosterkirche

 

11. Mandelsloh St. Osdag

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Fotonachweis: Heiner KassackErster monumentaler Backsteinbau Nordwestdeutschlands
Die Backsteinbasilika St. Osdag wurde wahrscheinlich von Heinrich dem Löwen um 1180 errichtet. Die Kirche gilt als erster monumentaler Backsteinbau Nordwest-deutschlands. Sie wurde nach dem burgundischen Herzog Osdag benannt, der 880 in der Nähe von Lüneburg in einer Schlacht gegen die Normannen gefallen sein soll. So wurde er zum Märtyrer, jedoch nicht heilig gesprochen. Ein Bild auf der Südwand des Chorraums in der Kirche stellt St. Osdag dar. Außerdem findet sich sein Name im Taufstein von 1512, in dem noch heute getauft wird. Die Apsis der Kirche ist außen mit einem seltenen Doppelbogenornament in Form eines verschlungenen Bogenfrieses verziert. Die romantische Orgel wurde 1878 von der der Firma Furtwängler und Söhne erbaut und 2010 umfangreich restauriert. Seit dem erklingt sie in Gottesdiensten und bei Konzerten in der hervorragenden Akustik der Kirche.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten:

Mandelsloh St. Osdag

 

12. Niedernstöcken St. Gorgonius

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Fotonachweis: Losch, commons.wikimedia.orgEine Kirche - zwei Baustoffe mit Kontrast
Der Kirchturm der St.-Gorgonius-Kirche ist schon von weitem zu sehen. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde aus dunkelbraunem Raseneisenstein erbaut. Einen deutlichen Kontrast dazu bildet das Ziegelrot der Backsteine der 1843 angebauten klassizistischen Saalkirche mit ihren großzügigen Rundbogenfenstern mit weißen Rahmen. Geschaffen wurde die Saalkirche vom Konsistorialbaumeister Ludwig Hellner in dem für ihn charakteristischen Stil. Ludwig Hellner war als Baumeister beim Konsitorium, also der evangelischen Landeskirche in Hannover angestellt. Von ihm stammen über 50 Kirchenbauten in Niedersachsen.
Weitere Informationen:

Niedernstöcken St. Gorgonius 

 

13. Schwarmstedt St. Laurentius

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Fotonachweis: Losch, commons.wikimedia.orgDer stattliche Kirchturm wurde als Wehrturm erbaut
Der Edelherr Mirabelis schenkte 1165 dem Moritzkloster auf dem Werder bei Minden einen großen Teil seiner Güter. In diesem Zusammenhang wurde auch die Kirche in Schwarmstedt mit Ländereien beschenkt und es konnte eine feste Kirche gebaut werden. Die noch heute vorhandene äußere Gestalt der Kirche entstand mit einem Neubau 1510. Besonders beeindruckend ist der große und hohe Kirchturm. Er entstand 1610 als Wehrturm, nachdem der alte Turm zusammengefallen war. Es mussten immer wieder Reparaturen am Turm vorgenommen werden. 1845 bis 1846 erfolgten eine Generalüberholung und das Eindecken mit englischem Schiefer. 1977 schlug der Blitz in den Turm ein und die Kirchturmspitze wurde neu errichtet. Der Taufstein stammt von 1528 und diente zwischenzeitlich im Dorf als Viehtränke. Erst um 1900 hat man ihn wieder im Kirchenraum aufgestellt.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten:

Schwarmstedt St. Laurentius

 

14. Abstecher: Kapelle in Esperke

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Fotonachweis: Heiner Kassack, 2017

Alte gotische Dorfkapelle mit besonderem Charme
Die mehr als 700 Jahre alte gotische Kapelle in Esperke steht in der Dorfmitte des alten Dorfes und ist von alten Grabsteinen umgeben. Denn früher wurden die Dorfbewohner auf dem Kirchhof bestattet. Die Kapelle gilt als eines der schönsten Baudenkmäler in Niedersachen. Es ist jedoch nicht bekannt, welcher Baumeister sie damals geschaffen hat oder wer den Auftrag zu dieser Kapelle gab. Das Kreuzrippengewölbe weist darauf hin, dass der Erbauer den gotischen Stil kannte und ihn in die Kapelle übertragen hat. Aus dem 15. Jahrhundert ist der Rest des farbigen Fensters erhalten geblieben.
Weitere Informationen:

Kapelle in Esperke

 

15. Abstecher: Kloster Loccum

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Fotonachweis: Losch, commons.wikimedia.orgBesonders gut erhaltenes Zisterzienser-Kloster
Im Jahr 1163 kamen ein Abt und zwölf Mönche aus dem thüringischen Zisterzienserkloster Volkenroda nach Loccum, um hier eine neue Niederlassung ihres Ordens zu gründen. Die Ansiedlung der Mönche erfolgte durch eine Stiftung von Wilbrand I. von Loccum-Hallermund als Graf von Hallermund. Namensgeber von Loccum war die Luccaburg, deren Reste in der Art einer Erdhügelburg sich etwa einen Kilometer südlich des Klosters in der Niederung der Fulde befinden. Die heute noch erhaltene Kirche wurde erst 1240 als Bau begonnen. Heute gilt Kloster Loccum neben dem Kloster Maulbronn in Baden-Württemberg als das am besten erhaltene Zisterzienser-Kloster nördlich der Alpen. Der Pilgerweg Loccum–Volkenroda verbindet das Kloster mit seinem Ursprung in Volkenroda in Thüringen.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten:

Kloster Loccum

 

 
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