Mit allen Wassern gewaschen

Mit allen Wassern gewaschen

Das Steinhuder Meer gehört zu den traditionsreichsten Segelrevieren in Deutschland. Etwa 3000 Boote sind am Nord- und Südufer an den vielen Stegen vertäut. An schönen Wochenenden sind manchmal mehrere hundert Segler unterwegs - ein phantastischer Anblick.

 

Das Meer ist hervorragend für Wettfahrten geeignet, weil die Größe und Form der Wasserfläche für faire Bedingungen sorgen. Daher finden auf dem Meer im Jahr durchschnittlich 40 Regattaserien, ein bis drei Deutsche Meisterschaften und gar nicht so selten Europameisterschaften in den verschiedensten Bootsklassen statt. Die Regatten werden von der Wettfahrtvereinigung Steinhuder Meer (WVStM) in Schirmherrschaft durchgeführt, in der 24 anliegende Segelclubs organisiert sind.

Das Steinhuder Meer ist für Wassersportler nur vom  20. März bis zum 31. Oktober befahrbar. Außerhalb dieser Zeit gilt mit Rücksicht auf Naturschutzbelange das Winterfahrverbot.

Aufgrund der großen Zahl von Segelbooten ist im Laufe der letzten Jahrzehnte eine kleine "weiße Industrie" rund um den Segelsport entstanden. Ums Steinhuder Meer herum finden Segler alle Formen von Handel und Dienstleistungen vor, die sie sich wünschen. Stegbetreiber, Wassersportgeschäfte, Bootsverleihbetriebe und Segelschulen haben sich auf die Bedürfnisse der Segler eingestellt.

Die Segler-Kultur hat am Steinhuder Meer einige Besonderheiten hervorgebracht. Prominentestes Beispiel ist die Postboje. Kein Seemannsgarn - es gibt sie wirklich. Vor dem Mardorfer Ufer, etwa 700 Meter südöstlich der Neuen Moorhütte, ist eine Postboje verankert. Sie wird einmal pro Woche geleert. Einwerfer werden mit einem seltenen Poststempel belohnt!

 

 
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