In 31 Tagen

Vernissage: Heimat ist ... ? - Literatur, einschlägige Musik und ein erster Überblick

Auf einen Blick

  • Neustadt a. Rbge.,…
  • 22.10.2019Weitere Termine
  • 19:30 - 22:00

Lesung mit Hubert Brieden - „Feldgraue Stämme, steilauf gestrafft / wie Heldenleiber, schlank und voll Kraft, / und in den Buchenkronen ein Braus / von deutscher Heimat und deutschem Haus“, dichtete Dietrich Vorwerk zum Kriegsausbruch 1914. Gerhard Hauptmann im selben Jahr: „O mein Vaterland, heiliges Heimatland / was du sagst, das will ich gerne tun“. Das wollte Kurt Tucholsky 1929 nicht: „Der Staat schere sich fort, wenn wir unsere Heimat lieben.“ Für Wehrmachtsoldaten und Heimatfront reimte Erich Knauf 1942: „Ost und West hab ich durchmessen / doch die Heimat nicht vergessen“. Angesichts der Ruinen nach dem Zweiten Weltkrieg war für Heinrich Böll klar: „Für mich ist also Heimat in einem fast schon metaphysischen Sinne zerstört, nicht nur im physischen.“ Schlagersänger Freddy Quinn dagegen wusste: „Wo ich die Liebste fand / da liegt mein Heimatland.“ Thomas Bernhard aus Österreich konstatierte: „Meine Heimatstadt ist in Wirklichkeit eine Todeskrankheit ...“. Wovon ist die Rede? Die Lage scheint unübersichtlich.
Vernissage zur Ausstellung "Heimat, schöne Fremde"

Termine im Überblick

Oktober 2019

Was möchten Sie als nächstes tun?