© Christine Kölling - SMT

Meer & Orte

in der Steinhuder Meer Region

Entdecken Sie die Einzigartigkeit der verschiedenen Orte in der Steinhuder Meer Region!

Fünf Gründe für das Steinhuder Meer!

1. Einmal rund ums Meer

Erleben Sie bei einer Radtour um das Steinhuder Meer die reizvollen Naturlandschaften „Totes Moor“ und „Meerbruchwiesen“. Aussichtstürme, Sehstege und Infotafeln gewähren faszinierende Einblicke in die besondere Tier- und Pflanzenwelt.

2. Strandfeeling pur!

Die idyllischen Badestellen auf der Badeinsel in Steinhude und am Badestrand in Mardorf laden Badenixen und Sonnenanbeter zum Verweilen ein. Jung und Alt lieben das seichte Gefälle am Strand, die ausgedehnten Liegeflächen aus Sand, die vielen Spielmöglichkeiten für Kinder und vieles mehr!                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             

3. Genießen Sie frischen Fisch

Die ortsansässigen Familienbetriebe räuchern seit Generationen mit einer traditionellen Räuchertechnik den Fisch, die den außergewöhnlichen Geschmack hervorbringt. Ein frisches Aalbrötchen vor Ort oder als Mitbringsel für Zuhause – ein kulinarisches Muss.

4. Aktivparadies für Wasserfreunde

Surfen, Segeln, Paddeln, Kiten, Stand-Up-Paddling und Tretbootfahren – Aktivurlauber haben vielfältige Möglichkeiten, das Steinhuder Meer zu erkunden. Wer es gemächlicher mag, überquert das Meer mit einem Fahrgastschiff und genießt die Natur und das Meer vom Wasser aus. Ein besonderes Highlight ist dabei der Besuch der Festung auf der Insel Wilhelmstein.

5. Den Tag mit einem Sonnenuntergang ausklingen lassen.

Das Steinhuder Meer bietet viele schöne romantische Plätze um den Sonnenuntergang zu beobachten. Sicherlich haben Sie Ihren persönlichen Geheimtipp bereits gefunden

Rundweg

2

Inseln

32 km²

Wasserfläche

1,35 m

Wassertiefe im Durchschnitt

Die Entstehung

Über die Entstehung des Steinhuder Meeres gibt es mehrere Theorien. Neuere Forschungen untermauern die These, dass das Meer nach der letzten Eiszeit bis vor 10.000 Jahren durch das Abtauen einer riesigen Eislinse im Untergrund entstanden ist. Der heutige Wasser- bestand des Meeres wird fast ausschließlich aus dem Grundwasser gespeist. Es hat seinen Ursprung in der Nienburger Geest, sowie den Rehburger Bergen und ist von der dort fallenden Regenmenge abhängig. Vom gesamten oberirdischen Zufluss erreicht nur ein Viertel des Abflusses den Meerbach, der bei Nienburg in die Weser mündet. Das Meer ist mit seinem Flächeninhalt von 29 Quadratkilometer der größte Binnensee Niedersachsens. Sein Umfang beträgt 24 Kilometer, sein Volumen 48 Millionen Kubikmeter. Bei Mittelwasser liegt der Spiegel des Meeres auf 37,90 Meter. Die mittlere Tiefe des Meeres beträgt 1,35 Meter. Nur in der größten Länge des Meeres (7,9 km) von Südwest nach Nordost zieht sich in etwa 100 Meter breite ein ungefähr drei Meter tiefer Graben, der im Volksmund Deipen genannt wird. Eine Ausuferung des Steinhuder Meeres ist im Zeitraum von 1901 bis 1920 häufig aufgetreten. Sie fiel gewöhnlich in den Monat April. Der niedrigste Tiefstand wurde im Trockenjahr 1934 ermittelt.

Seglerparadies vor den Toren Hannovers

Das Wasser ist sehr nährstoffreich, was mit einer hohen Algenproduktion verbunden ist. Dadurch entsteht die oftmals zu beobachtende Wassertrübung. Wegen der geringen Tiefe wird der am Grund lagernde natürliche Schlamm durch Wellen aufgewirbelt und verfrachtet (Treibmudde). Trübung und Schaumbildung haben daher natürliche Ursachen. Das Meer ist Anlaufpunkt für Erholungssuchende und Wassersportler aus Nah und Fern. Etwa 3300 Segelboote liegen in Steinhude, Mardorf und Hagenburg an den Stegen. Rund 50 Regatten werden im Jahr (deutsche und internationale Meisterschaften) ausgetragen. Motorboote sind nicht zugelassen, nur die Personenschifffahrt, Wasserschutzpolizei und Rettungsfahrzeuge haben eine Ausnahmegenehmigung. Es besteht ein Fahrplanmäßiger Pendelverkehr zur Festung Wilhelmstein und zum Nord- und Südufer.

Eine Gruppe von Seglern fährt mit kleineren Segelbooten auf dem Steinhuder Meer entlang.
© Hans F. Meier
Blick vom Aussichtsturm in Mardorf am Nordufer über das Meer Richtung Westufer zum weißen Kaliberg in Bokeloh. Dazwischen liegen grüne Schilfgürtel
© Christine Kölling - SMT

Wem gehört das Meer?

Der Eigentümer des Meeres ist seit 1973 das Land Niedersachsen. Bis dahin war der See in zwei "ideelle Hälften" aufgeteilt, von dem die eine Hälfte dem Fürstenhaus Schaumburg-Lippe und die andere dem Land Schaumburg-Lippe (Domanial-Verteilungsvertrag von 1920) gehörte. Vorher war das Fürstenhaus alleiniger Besitzer. Heute befindet sich nur noch die Insel Wilhemstein im Besitz des Fürstenhauses. Neben der 1761 und 1767 von Graf Wilhelm angelegten 12.500 Quadratmeter großen Inselfestung Wilhelmstein gibt es die etwa 35.000 Quadratmeter große Badeinsel vor Steinhude, die 1974 fertig gestellt wurde.

Steinhuder Meer oder See?

Warum aber heißt der größte See Niedersachsens Steinhuder Meer, wo es sich doch eindeutig um einen, wenn auch sehr großen, See handelt? Dafür muss dem Begriff „See“ sprachlich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund gegangen werden. Im norddeutschen Sprachgebrauch, dem Niederdeutschen oder auch Plattdeutschen, wurde das offene Meer als See bezeichnet. Dies findet sich in Begriffen wie dem Seeräuber, dem Seehund oder auch der offenen Nord- und Ostsee wider. Binnengewässer hingegen wurden als Meer bezeichnet.

Glitzerwasser am Steinhuder Meer
© Christine Kölling - SMT
Die Orte im Überblick